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Der Spitze Turm wurde um 1200 als Wach-
und Aussichtsturm errichtet und war Eckpunkt der früheren
Stadtbefestigung mit ihren 18 Türmen und Toren. Er ist 36,50 m
hoch, die unteren Mauern 2,00 m stark. Der ursprüngliche Eingang
befindet sich in 10,00 m Höhe und war nur über eine Leiter zu
erreichen. Vom Turmstübchen herrlicher Ausblick auf die Altstadt.
Durch das |
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Maintor und die Maingasse
betritt man die Altstadt. Nach 20 m rechts in die Gerbergasse (am Haus
Nr. 6 schönes Rundbogenportal mit der Hausmarke des Metzgers Hans
Stark von 1583) und zum
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Neuplatz, wo sich ein Blick in
Richtung Spitzer Turm lohnt. Im 18. und 19. Jahrhundert wohnten die
meisten Wertheimer Judenfamilien in diesem Stadtbezirk. Über die
Neugasse und die Rechte Tauberstraße mit der alten Stadtmauer zur
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Tauberbrücke
mit Blick auf die
malerischen Fischerhäuser am Flusslauf. Über die
Lindenstraße und die Kapellengasse zur
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Marienkapelle, 1447 anstelle der
alten, damals zerstörten Judenschule (Synagoge) errichtet. Die
Madonna an der Nordostecke ist die Nachbildung eines in Kürnbach
im Schwarzwald befindlichen Originals. Über dem Eingang an der
Chorseite Bauinschrift. Von dem mit Wappen und Fratzen
geschmückten, schmalgiebeligen „Zobel-Fachwerkhaus" (Breite
3,00 m; l. Hälfte des 16. Jahrhunderts) am Ende der Kapellengasse
ist der |

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Marktplatz mit seinen
Fachwerkhäusern gut zu überblicken, wo noch heute mittwochs
und samstags Grüner Markt abgehalten wird. Vorbei am Marktbrunnen
(1882 bei Bau der Wasserleitung errichtet) und durch den Schwibbogen zur
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| 7. |
Münzgasse mit auffallender
Gebäudegruppe: Zuerst das mit Inschriften und Schnitzereien
ausgeschmückte Fachwerkhaus des ehemaligen Schultheißen
Peter Heußlein. Dieses und das nebenstehende Gebäude mit dem
Staffelgiebel reichen bis in das 15. Jahrhundert zurück und
dienten der einstigen herrschaftlichen Münzstätte im
späten 18. Jahrhundert als letzte Unterkunft. Die Münzhoheit
der Grafschaft ist seit dem 14. Jahrhundert bis 1806 nachweisbar. An
einer Eckquader Hochwassermarke von 1595. Beim Einbiegen in die
Friedleinsgasse erscheint ein zweiter Treppengiebel, der
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Baunachshof, 1577 durch den
Weinhändler Lorenz Baunach umgebaut, mit vielen Steinmetzzeichen
und Hochwassermarken. Das Höfchen in Richtung Marktplatz wird von
herrlicher holzgeschnitzter Rokokotür abgeschlossen. Besonders zu
empfehlen ist ein Gang zum Taubersteg und dann tauberaufwärts zum
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| 9. |
Kittsteintor und -turm. Der Blick
auf die Stiftskirche und Burg im Hintergrund zählt mit zu den
bekanntesten Stadtansichten (bester Standort zum Fotografieren vom
gegenüberliegenden Tauberufer). Sämtliche Hochwassermarken
seit 1595 sind an der Nordseite des hübschen
Barock-Gartenhäuschens eingemeißelt. Durch das Kittsteintor
kommt man zum Ende der Rittergasse. Rechts die ehemalige |

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| 10. |
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Hofhaltung (bis 1781) der
fürstlichen Linie Wertheim-Löwenstein-Rosenberg. Heute
befindet sich darin die Stadtverwaltung Wertheim.
Das prächtige
Barockportal von 1749 zeigt die Wappen des Pursten Carl zu
Löwenstein-Wertheim Im Sudwesten des geräumigen Innenhofes
mit dem „Weißen Turm" der Abschluss der inneren Stadtwehre,
die sich von der Burg herabzogen. Links in
dem schönen Fachwerkhaus von 1577 das
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| 11. |
Glasmuseum. Gegenüber an der
Bergseite der Mühlenstraße ist mit seinem Treppengiebel der
Rest des von 1634-1803 bestehenden Kapuzinerhospizes zu erkennen Stadteinwärts zur heute evangelischen
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| 12. |

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Stiftskirche, als gotische,
dreischiffige Pfeilerbasilika, auf romanischer Baugrundlage (Lange
innen 46,00 m, Breite 20,75 m. Hohe 18,00 m), seit 1383 umgebaut
(Jahreszahl 1383 auf ehemaligem Eckquader beim Nordost-Portal),
grab-plattenähnlicher Grundstein vom 24 6 1384 mit dem
Wertheim-Breuberger Grafenwappen über dem nordöstlichen
Eingangsportal Der Glockenturm wurde etwa 1419 errichtet, (arabische
Jahreszahl auf Eckquader) und ist bis zum Kranz 33,40 m hoch Das
Turmuhrwerk treibt als Besonderheit zwei verschieden gestaltete
Zifferblätter an Das für die Burgbewohner (Ostseite des
Turmes in 20 m Hohe) hat nur einen Stundenzeiger, das vergoldete mit
der Jahreszahl 1544 für die Bürgerschaft (Richtung Marktplatz
in 30 m Hohe) einen Stunden- und Minutenzeiger.
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| 13. |
Die der Stiftskirche gegenüberliegende
spätgotische Kilianskapelle gilt als eine der
schönsten gotischen Kapellen Deutschlands und wurde ab 1469
erbaut. Neben der Kapelle ein architektonisch gelungener Treppenaufgang
zur Burg. Mitten auf der Kreuzung Rathausgasse/Mühlenstraße
der
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| 14. |
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Engelsbrunnen, eines der
interessantesten Wahrzeichen der Stadt. 1574 aus einheimischem roten
Sandstein erbaut. Benannt ist er nach den beiden Engeln, die über
der Brunnenbekrönung das Wertheimer Stadtwappen halten. Malerische
Fachwerkhäuser hinter dem Engelsbrunnen, das linke mit Inschrift
und Jahreszahl 1573 im Fachwerk, das rechte mit dem in Stein gehauenen
Mahnspruch der Toten an die Lebenden. Ein Fachwerkhaus von 1593 und der
Torbogen daneben (Aufgang zur Burg) leiten zum
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| 15. |
Historisches
Museum. Der zum Teil noch
mittelalterliche Gebäudekomplex war von 1561/62 bis 1988 Sitz der
Stadtverwaltung und besteht aus mehreren Häusern: Neben dem
Torbogen das „alte Sparkassengebäude von 1889", ferner der
Vierherrenhof (Freitreppe wurde 1889 angefügt), das sogenannte
Sommerhaus (Fachwerkgebäude aus dem frühen 16. Jahrhundert)
und der gotische Klinkhartshof. Seit 1540 erreicht man die Gebäude
über eine doppelte Wendeltreppe mit zwei getrennten
gegenüberliegenden Ein- und Ausgängen. Diese
baugeschichtliche Besonderheit ziert das Wappen Wertheim-Breuberg und
Limpurg-Gaildorf. Beim Umbau zum Museum (1988/89) konnte zum
größten Teil die historische Raumstruktur wieder freigelegt
werden. Das Museum zeigt neben Kapiteln aus der Stadt- und
Grafschaftsgeschichte eine bedeutende Trachten-, Scherenschnitt- und
Münzsammlung und weist ferner eine Weinbau- und Fischereiabteilung
auf. Ebenfalls von überregionaler Bedeutung ist die
Gemäldesammlung mit Werken vom 17. bis 20. Jahrhundert und das
Otto-Modersohn-Kabinett, in welcher Arbeiten der fränkischen
Schaffensperiode dieses weltberühmten, norddeutschen Malers
gezeigt werden.
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| 16. |

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Burg, einst Sitz der Grafen
von Wertheim. Sie ist die Ruine einer der ältesten, großen
Steinburgen Süddeutschlands. Ihre zahlreichen Wohngebäude
waren gesichert durch einen tiefen Schluchtgraben und folgende
umfangreiche Wehranlagen:
Den wuchtigen „Bergfried" (um 1100; Höhe 25,30
m, Mauerstärke 2,30 m, herrlicher Rundblick auf Umgebung und
Altstadt), zum Maintal hin das halbkreisförmige, nach
rückwärts offene „Vordere Bollwerk", auch
Zehn-Ring-Turm genannt (1410-1430; Höhe von der Schluchtsohle 30
m. Mauerstarke 5,50 m), zum Berg hin das „Obere Bollwerk", die
Zitadelle (1360) und nach Süden den halbkreisförmigen Turm
des „Hinteren Bollwerkes". Der Zugang zur Burg war nur über
eine Zugbrücke möglich; ein Brunnen in deren unmittelbaren
Nähe lieferte ausreichend Quellwasser für die Bewohner.
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Während des
Dreißigjährigen Krieges besetzten die Schweden im Oktober
1631 Stadt und Burg Wertheim. Nach der Schlacht von Nördlingen
schössen 1634 die kaiserlichen Truppen die Burg in Trümmer;
die Schweden zogen ab. 1647 besetzten diese erneut die Burg, welche
1648 erfolglos von einem bayerischen Regiment beschossen wurde. Danach
blieb die Burgruine sich selbst überlassen. Verschiedene bauliche
Maßnahmen zu Ende des 19. Jahrhunderts sicherten sie vor dem
Verfall. |
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[DRUCKVERSION DES TEXTES]
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Quelle: Fremdenverkehrsgesellschaft Wertheim |
r.r. 2001
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